Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Zugegeben vor einigen Jahren sahen die im Gebrauch befindlichen Inhalatoren noch etwas "gewöhnungsbedürftig" aus. Es war mit großem Umstand verbunden, wenn man eine Inhalation vollzog. Im Laufe der Jahre hat sich die Medizin rasant weiterentwickelt. Klein, handlich und einfach zu bedienen sind die Inhalatoren von heute (s.u.).

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Asthma Aspekte

Asthma - eine der ältesten Plagen der Menschheit

Alter InhalatorDie Geschichte der Atemwegserkrankungen ist so alt wie die Medizin als Wissenschaft selbst. Der ägyptische Papyrus Ebers (1568 v.u.Z.) ist das früheste medizinische Dokument, in dem sich erstmals der Begriff der Atemnot findet. Hier wird sogar schon ein Inhalationsapparat beschrieben, der Atembeschwerden lindern soll. Das Wort "Asthma" wird auch von Homer in seinem Epos "Illias" erwähnt. Dort bezeichnet es allerdings keine Krankheit, sondern ein ganz normales "Keuchen", das jeder Mensch unter starker körperlicher Belastung kennt. Seine Wurzeln hat das Wort Asthma wahrscheinlich im griechischen "asthmaíno", was sinngemäß "schwer atmen" heißt.

Der griechische Arzt und Naturphilosoph Hippokrates (460-377 v.u.Z.), dessen weltberühmten Eid noch heute jeder angehende Arzt schwört, verband mit dem Begriff "Asthma" erstmals eine definitive Krankheitsbezeichnung. Aretaios lieferte etwa 200 Jahre später einen ausführlichen Bericht über die Beschwerden und den Verlauf dieser Erkrankung. In der Folgezeit hat sich dann der korrekte Name "Asthma bronchiale" durchgesetzt, der eigentlich schon sehr frühzeitig darauf hinweist, dass das Bronchialsystem insgesamt betroffen ist. Zur Behandlung des Asthma bronchiale wurden im Altertum vielfältige "Medikamente" eingesetzt. Auch Weihrauch (Olibanum) gehörte dazu. Weihrauch enthält Boswelliasäure. Aus neueren Forschungen ist bekannt, dass diese Substanz tatsächlich ein wenig entzündungshemmend wirken soll. Das wusste man damals natürlich noch nicht. Das Abräuchern von Weihrauch war aber stets mit dem Gefühl des Wohlbefindens verknüpft. Und Wohlbefinden war in vielen Fällen gleichbedeutend mit Gesundheit. In Hagens Lehrbuch der Apothekerkunst von 1829 ist Weihrauch noch als gleichberechtigtes Medikament für viele verschiedene Zwecke aufgeführt. Die "offizinelle Pflanze" wird dort so beschrieben:

"Der Weihrauchbaum wächst in Ostindien. Von ihm rührt der Weihrauch her. Dieser besteht aus Stückchen, die meistens rundlich bis zur Größe einer Wallnuß sind, wovon oft mehrere zusammenhängen. Aeußerlich sind sie mit mehlartigem weißen Staube bedeckt, der vom Reiben der Körner untereinander herrührt, halbdurchlässig von weißlicher oder gelblicher Farbe, leicht zerbrechlich und von angenehmem Geruch. Zwischen den Zähnen werden sie zähe, wobey sie einen nicht eben unangenehmen Geschmack äußern"

In anderen Regionen der Erde ist das Asthma bronchiale mit unzähligen Heilpflanzen, wie z.B. Thymian als Tee, Inhalation oder Badezusatz behandelt worden. Obwohl sich viele dieser historisch verbrieften Praktiken im Lichte der modernen Wissenschaft als wenig nutzvoll oder teilweise sogar gefährlich erwiesen haben (Asthmatiker reagieren auf viele Dinge allergisch – selbst Heilkräuter könnten einen Asthmaanfall auslösen!), spielte die Therapie mit Riechstoffen, Räuchermitteln und Aromata bis in das vergangene Jahrhundert eine gewisse Rolle.

Die Krankheit ist also schon seit mehr als zweieinhalb Tausend Jahren bekannt und wird seit jeher auch "irgendwie behandelt". Dennoch sollten die Ursachen und der "Mechanismus" dieser Erkrankung bis in das zwanzigste Jahrhundert weitgehend ungeklärt bleiben. Lange nahmen die Ärzte sogar an, es handle sich in erster Linie um eine nervöse Erkrankung. Erst in den letzten Jahrzehnten ist hier der entscheidende Durchbruch gelungen. Obwohl noch immer nicht alle Einzelheiten der Krankheitsentstehung geklärt werden konnten, weiß man heute, dass Asthma eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege ist, die mit einer Überempfindlichkeit der Bronchien einhergeht. Für die Behandlung des Asthmas stehen heutzutage vielfältige hochwirksame Medikamente bereit. Sie vermögen die Erkrankung zwar nicht vollständig zu heilen, garantieren aber eine verlässliche Kontrolle der Asthmabeschwerden und ermöglichen dem Betroffenen ein normales und nahezu beschwerdefreies Leben.


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