Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Asthma Aspekte

Mit Asthma leben

FrauNadine Schmidt geht in die dritte Klasse der Grundschule. Sie ist neun Jahre alt. Anders als ihre Klassenkameraden, steht sie morgens eine viertel Stunde eher auf. Seit einem Jahr gibt es für Nadine vor Schulbeginn noch Wichtiges zu erledigen: Sie wird, wie jeden morgen, ihr Asthma-Medikament inhalieren. Es sichert, dass sie den Schultag problemlos meistern kann und nicht - wie es früher oft der Fall war - ihren ersten Asthmaanfall schon auf dem Weg zur Schule bekommt. In der Vergangenheit musste Nadine deshalb oft zu Hause bleiben und konnte nicht am Unterricht teilnehmen. Es war fraglich, ob sie das Unterrichtspensum überhaupt bewältigen kann und die "Hauptschule schaffen" würde. Inzwischen sind sich alle Lehrer sicher: Nadine Schmidt gehört auf das Gymnasium.

Wie ist das alles gekommen? Was war geschehen und warum geht es Nadine jetzt so viel besser?

Nadines Eltern verstanden lange nicht, warum gerade ihr Kind Asthma bekommen musste. "Was haben wir bloß falsch gemacht?" fragten sie sich viele Jahre. Unter den Schmidts gab es keinen Raucher. Es wurden nicht einmal Haustiere gehalten, die eine Allergie hätten auslösen können. Nadine wurde als Baby lange gestillt. Dennoch gehört sie zu einem von zehn Kindern, die ein Asthma bronchiale entwickelten.

Neueste Untersuchungen beweisen, dass die Häufigkeit von Asthma besonders bei Kindern rapide zunimmt. Die Zahl der Betroffenen hat sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt. Inzwischen ist das Asthma bronchiale die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter überhaupt. Die Ursachen dafür sind größtenteils noch unklar. Offenbar spielen Umweltfaktoren, insbesondere das Rauchen in Wohnräumen, eine begünstigende Rolle. In fast allen Fällen sind Allergien der Auslöser für das Asthma: Vier von fünf asthmakranken Kindern haben eine Pollenallergie. Ein Großteil der Betroffenen ist auf Hausstaubmilben allergisch.

Auch Nadine litt schon als sechsjährige unter Heuschnupfen. Die Augen juckten, die Nase lief, und nachts wachte sie auf, weil sie keine Luft mehr bekam. Wenn sie auf dem Spielplatz war, stieß sie schnell an ihre Grenzen. Körperliche Belastungen, die für ihre Freunde völlig unproblematisch waren, führten bei ihr sofort zu Atemnot. So kam es, dass sie beim Spielen und Herumtollen oft ausgegrenzt blieb. Besonders dramatisch verliefen bei Nadine simple Erkältungskrankheiten. Manchmal war sogar eine Einweisung in das Krankenhaus erforderlich, weil sich eine schwere Lungenentzündung entwickelt hatte oder die Atemnot einfach zu gefährlich wurde. Ein wahrer Teufelskreis von asthmatischen Beschwerden, Krankentagen und schulischem Misserfolg begann.

Doch heute gehört all dies der Vergangenheit an. In der Asthmaschulung hat Nadine gelernt, ihre Krankheit selbst zu "managen". Ihr Arzt hatte sich um eine Teilnahmemöglichkeit gekümmert. Er war es auch, der die richtigen Medikamente verschrieben hat. Vor jeder Sportstunde, an der Nadine nun wieder teilnehmen kann, benötigt sie allerdings ein kurzes Aufwärmtraining und eine prophylaktische Inhalation ihres Asthmamedikamentes. Zu Hause hat sich seit dem letzten Jahr viel geändert. Die Schmidts haben milbendichte Bettwäsche angeschafft. Teppiche wird man in der Wohnung vergeblich suchen. Jeden Abend wäscht sich Nadine die Haare, um eventuelle Pollen auszuspülen. Die Anwendung ihres Asthmasprays gehört inzwischen zur Alltäglichkeit. Nadine geht gern zur Schule, auch Sport macht ihr wieder Spaß. Und natürlich hat sie viele liebe Freunde.


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