Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Im Altertum wirkten hervorragende Ärzte. Dennoch war die Behandlung des Bluthustens oder der Schwindsucht, wie die Tuberkulose damals genannt wurde, nur selten erfolgreich.

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Asthma Aspekte

Robert Koch entdeckt den Tuberkelbazillus

BazillusDie Menschheit hat seit altersher an Tuberkulose gelitten. Dies bezeugen Skelette, aus der Jungsteinzeit und Mumien aus dem alten Ägypten. Hippokrates (460-377 v.u.Z.) beschrieb die Krankheit schon recht detailliert:

"Das Fieber verlässt sie nicht - niedrig ist es am Tag, aber in der Nacht flammt es wieder auf. Es kommt zu Schweißabsonderungen, die Kranken haben Hustenreiz, und dennoch ist der Auswurf unerheblich. Die Augen liegen tief in ihren Höhlen. Die Backen röten sich...(...). Diejenige die schaumiges Blut spucken, husten es aus der Lunge heraus."

Er schilderte auch die Untersuchung:

"Wenn man das Ohr an die Brust hält, kann man ein Geräusch hören, das dem Rauschen des Essigs ähnelt.... Es entstehen Auswüchse in der Lunge, wenn Schleim und Galle sich dort versammeln und verderben".

und erkannte gleichzeitig:

"Starker Durchfall kündet den nahen Tod. Diese Krankheit dauert ungefähr sieben bis neun Jahre. Man gesundet, wenn man gleich von Anfang an behandelt wird!"

Im Altertum wirkten hervorragende Ärzte. Dennoch war die Behandlung des Bluthustens oder der Schwindsucht, wie die Tuberkulose damals genannt wurde, nur selten erfolgreich. Das 15. und 16. Jahrhundert ist die Epoche des Buchdrucks. Beschreibungen der Erkrankung und Erfolg versprechende Heilmethoden verbreiteten sich rasch. 1679 sammelte Bonet 150 anatomisch-klinische Befunde der Lungentuberkulose. 1810 veröffentlichte Bayle einen medizinischen Bericht in dem mehrere Varianten der Tuberkulose beschrieben wurden. Am 5. Dezember 1865 hielt Villemin vor der "Academie de medicine" einen Vortrag, in dem er erstmalig, den Verdacht äußert, dass "die Tuberkulose die Auswirkung eines spezifischen Erregers" sei. Es sollten noch weitere 17 Jahre bis zu dem denkwürdigen 24. März 1882 vergehen, an dem Robert Koch vor der Berliner "Physiologischen Gesellschaft" den Nachweis des Tuberkelbakteriums bekannt gab. Das Bakterium ließ sich nur schwer untersuchen. Verschiedene Färbemethoden zur Sichtbarmachung wurden in den Folgejahren verbessert. Die Züchtung erwies sich als ähnlich kompliziert. Erst 1932 stand ein geeignetes Kulturmedium zur Verfügung. Aber schon 1890 wurde das Tuberkulin (die so genannte Koch´sche Lymphe) hergestellt. Es ist ein Filtrat von abgetöteten Tuberkelbazillen. Am gesunden Tier verursacht Tuberkulin keine Reaktion. Tuberkulöse Tiere reagieren jedoch mit Fieber und einer lokalen Reaktion. Damit stand der erste Tuberkulosetest zur Verfügung. Das Tuberkulin war aber auch die Grundlage für einen ersten spezifischen Behandlungsansatz. Erkrankte aus der ganzen Welt eilten damals nach Berlin. Sie wollen sich mit Tuberkulin impfen lassen. Die abgetöteten Bakterien veranlassen den Körper zur Bildung von Antikörpern, die auch gegen den noch lebenden aktiven Erreger wirken (vergleiche dazu auch unsere Rubrik "Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung"). Doch die ersten Versuche schlugen fehl. Verlässliche Impfstoffe wurden erst später entwickelt. Gleichzeitig entstand die Chemotherapie. Aus Kochs Versuchen wusste man, dass Goldsalze den Tuberkelbazillus töten. Im Jahre 1944 stand dem Arzt schließlich das Wundermittel "Streptomycin" zur Verfügung. Die schwerwiegendsten Tuberkuloseformen ließen sich damit behandeln. Heutzutage gibt weit wirkungsvollere Medikamente gegen die Tuberkulose. Das Gespenst "Tuberkulose" ist gebannt.

Bis zum Jahre 1882 herrschte keine Einigkeit über die Ursache dieser Erkrankung. Man machte z.B. Ernährungsstörungen für die Tuberkulose verantwortlich. Selbst der weltbekannte Rudolf Virchow vertrat noch die Ansicht, Lungenentzündungen und Lungenkrebs könnten sich in eine "Lungenschwindsucht" umwandeln. Der am 11. Dezember 1843 im heutigen Clausthal-Zellerfeld geborene Robert Koch gilt als Pionier der Mikrobiologie. Als Professor für Bakteriologie und Hygiene begründet er die noch heute nach ihm benannten Koch´schen Postulate: Koch stirbt am 27. Mai 1910 in Baden Baden. Für seine Forschungen auf dem Gebiet zahlreicher Tropenkrankheiten erhielt er 1905 den Nobelpreis.


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