Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Arsenverbindungen wurden erstmals um 700 n.Chr. von arabischen Gelehrten hergestellt. Obwohl diese Substanz lange Zeit als Mordgift eine recht unrühmliche Rolle spielte, wurde bereits frühzeitig auch seine medizinische Anwendung in Betracht gezogen. Das damals als "Realgar", "Auripigment" oder "Sandarak" bezeichnete Arsendisulfid kam in der Antike sowohl zur äußerlichen als auch inneren Behandlung von Lungenkrankheiten zur Anwendung.

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Arsen gegen Asthma?

Medizinische UnterlagenIn der wechselvollen Geschichte der Medizin hat das Asthma seit jeher eine wichtige Rolle gespielt. Neben zahlreichen begründeten Versuchen, die Krankheit durch spezielle Kräuterinhalationen und Weihrauch günstig zu beeinflussen oder der Luftnot mit Kaffee zu begegnen, gab es auch recht unsinnige Experimente. Das "Austrocknen des Asthmaschleims" oder die Behandlung des Kranken mit Zigarettenqualm sind wohl besonders kuriose, vor allem aber gefährliche, Praktiken. Auch die seit dem Ende des 17ten Jahrhundert empfohlene Therapie mit Arsen muss wohl zu dieser letzten Gruppe gerechnet werden.

Arsenverbindungen wurden erstmals um 700 n.Chr. von arabischen Gelehrten hergestellt. Obwohl diese Substanz lange Zeit als Mordgift eine recht unrühmliche Rolle spielte, wurde bereits frühzeitig auch seine medizinische Anwendung in Betracht gezogen. Das damals als "Realgar", "Auripigment" oder "Sandarak" bezeichnete Arsendisulfid kam in der Antike sowohl zur äußerlichen als auch inneren Behandlung von Lungenkrankheiten zur Anwendung. Im Laufe der Zeit gelang die Darstellung immer neuer Arsensalze. Einige waren wasserlöslich, sodass selbst Inhalationen möglich wurden. Im 18ten Jahrhundert standen bereits mehr als 60 verschiedene Arsenzubereitungen für die Therapie von Lungenleiden zur Verfügung. Das beginnende 19te Jahrhundert betrachtete Arsen sogar als eines der bedeutendsten Asthmamittel. Vermutlich war dies Berichten geschuldet, "die Chinesen benützten Arsen in Kombination mit Tabak als Rauchware, um Lungen zu bekommen, die stark wie Blasebälge sind". Im Jahre 1858 hatte die Arsentherapie ein so großes Ansehen erreicht, dass selbst Arsenkuren angeboten wurden:

"An 10 aufeinander folgenden Tagen bekam der Kranke Pillen, die Beladonna-Wurzeln enthielten. Während der nächsten 10 Tage schluckte er abends einen Löffel Terpentinöl. Weitere 10 Tage rauchte er vier bis fünfmal täglich in Arsen-Lösungen getränkte Zigaretten. Danach war ein Jahr lang jeden 10ten Tag ein bestimmtes Pulver in schwarzem Kaffee einzunehmen".

Weil manche Patienten das Wort Arsen dennoch zu offensichtlich mit den Todesfällen in der Kriminalgeschichte in Verbindung brachten, erhielten Arsenpillen damals einfach einen anderen Namen. Dies trug mit dazu bei, dass ein relativ sorgloser Umgang mit diesem gefährlichen Gift seinen Weg nahm. Obwohl sich die Wissenschaft der Gefährlichkeit dieses Stoffes schnell bewusst wurde, wurden Arsenpräparate noch bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts zur Behandlung des Asthma bronchiale herangezogen. Im Jahre 1929 erschien in England dann endlich ein Buch, in dem ausdrücklich erklärt wurde, Kaliumarsenid sei zum Zwecke der Asthmatherapie ungeeignet. Dennoch enthielten deutsche Lehrbücher noch 1937 detailliert Hinweise, die eine Behandlung des "Heufiebers und des Bronchialasthmas" mit arsenhaltigen Medikamenten vorsahen. Selbst im zweiten Weltkrieg schlugen Ärzte noch kaliumarsenathaltige Pillen vor, die angeblich asthmatische und allergische Erscheinungen beseitigen konnten.

Heutzutage erfolgt die Asthmatherapie auf der Basis fundierter medizinisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse. Man weiß, dass es sich beim Asthma um eine entzündliche Erkrankung handelt, die mit einer Atemwegsverengung einhergeht. Hochwirksame atemwegserweiternde Mittel (vor allem die so genannten Beta-2-Sympathomimetika) und verlässliche Entzündungshemmer (zum Beispiel Glukokortikoide) bestimmen daher die Therapie. Einigen dieser Wirkstoffe sind wir bereits in unseren vergangenen Ausgaben mehrfach begegnet. Es handelt sich um das antientzündlich wirkende Budesonid und den Bronchienerweiterer Formoterol.


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