Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Durch Austesten zahlreicher natürlicher Wirkstoffe stieß er schließlich auch auf den Kaffee, den er als "hervorragendes Prophylaktikum" gegen asthmatische Attacken erkannte.
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Asthma Aspekte
Mit Kaffee gegen Asthma?
Im 17. Jahrhundert gab es noch keine ausreichend wirksamen Medikamente, um so schwerwiegende Erkrankungen, wie das Asthma bronchiale vernünftig behandeln zu können. Nicht selten wurde bei einem Asthmaanfall lediglich empfohlen, das Fenster zu öffnen. Manchmal ist der Betroffene auch "zur Ader gelassen" worden. Der englische Arzt John Floyer (1649-1734) hat sich zu jener Zeit wohl am stärksten mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt. Durch Austesten zahlreicher natürlicher Wirkstoffe stieß er schließlich auch auf den Kaffee, den er als "hervorragendes Prophylaktikum" gegen asthmatische Attacken erkannte.
Kaffee war in der Antike weder den Römern noch den Griechen bekannt. Erst im ausklingenden 16. Jahrhundert kamen die Europäer in Venedig, dem zentralen Handelsplatz mit orientalischen Ländern, erstmalig mit diesem Getränk in Berührung. Nachdem der Versailler Hof das Kaffeetrinken sehr viel später für sich entdeckt hatte, trat die Kaffeebohne ihren Siegeszug durch Europa an. In den botanischen Gärten von Paris und Amsterdam ist der "arabische Jasmin", den man später "coffea arabicum" nannte, eingehend untersucht worden. Schon bald wurden dem Kaffee zahlreiche heilsame Wirkungen zugeschrieben. Johann Heinrichs Zedlers (1732-1754) großes Universal-Lexikon berichtet über das Getränk:
"Es dienet wider die Heiserkeit und Rauhigkeit des Halses, Husten, Engbrüstigkeit und Keuchen, so von kalten Flüssen und zähen Feuchtigkeiten herkommen..."
Im Jahre 1695 wurde die erste Dissertation über "Kaffee" vorgelegt. Auch hier ist das Asthma als eine mögliche Anwendung beschrieben worden. Neben Floyer hatten zu dieser Zeit bereits viele Ärzte den Kaffee als Heilmittel eingesetzt. Die medizinische Literatur der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bezeichnete das Getränk bereits ohne Vorbehalte als wirksames Asthmatherapeutikum. Diese Auffassung findet ihren Niederschlag selbst noch in den klinischen Lehrbüchern des 20. Jahrhunderts. Der Kaffee sollte demnach zur Beseitigung oder Verhinderung des Asthmaanfalls morgens am besten ungezuckert und schwarz getrunken werden.
Stellt man sich die Frage nach einem rationalen Hintergrund für die Wirkungen des Kaffees auf die Asthmabeschwerden, so wird man schnell fündig: Der Hauptbestandteil des Kaffees ist das Koffein. Auch in Teeblättern, der Kolanuss und Kakaobohnen findet sich das chemisch als 1,3,7-Trimethylxanthin bezeichnete Koffein. Die Substanz gehört damit zur gleichen chemischen Klasse der Methylxanthine wie das moderne Asthmamittel Theophyllin (1,3-Dimethylxanthin), von dem es sich chemisch tatsächlich nur geringfügig unterscheidet. Dem Theophyllin sind wir bereits in der März-Ausgabe von www.lunge-spezial.de begegnet. Es ist ein wirksamer Bronchodilatator, der zwar von anderen modernen brochienerweiternden Medikamenten zunehmend verdrängt wird, in der modernen Asthmatherapie aber nach wie vor einen festen Platz hat. Eine Tasse Kaffe enthält 70-100 mg Koffein. Bereits zwei bis vier Tassen liefern eine ausreichende "Xanthinmenge", um eine deutliche bronchodilatatorische Wirkung hervorzurufen.
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