Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Asthma Aspekte
COPD – Gefahr aus dem "blauen Dunst"
oder Rauchen als Ursache für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung
Hauptursache für die COPD ist das Zigarettenrauchen. 95 Prozent der Raucher von einer Schachtel Zigaretten pro Tag weisen ein Lungenemphysem auf! Bei Nichtrauchern beträgt dieser Anteil nur 10 Prozent. Tabakrauch zerstört die winzigen Flimmerhärchen der Atemwegsschleimhaut, die für den Abtransport eingeatmeter Staubpartikeln aus den Bronchien verantwortlich sind. Der Selbstreinigungsprozess der Lungen wird daher unterbrochen. Obwohl der Betroffene "unfreiwillig" versucht, die keimbeladenen Schmutzteilchen und mikroskopisch kleinen Fremdkörper doch noch mit Hilfe des sprichwörtlichen "Raucherhustens" herauszuschleudern, verbleiben große Mengen in der Lunge und verschlimmern die Situation im Laufe seiner "Raucherkarriere" immer weiter. Die Bronchialschleimhaut ist gerötet, entzündet und geschwollen. COPD-Patienten leiden oft an Atemnot.
Die COPD wird durch das Rauchen verursacht. Sie führt zu einer nicht mehr reparablen Schädigung der Lunge, die mit einem entzündlichen Prozess und Luftnot einhergeht.
Die COPD stand bereits im Jahre 1990 weltweit an sechster Stelle aller krankheitsbedingter Todesursachen. Im Jahre 2020 wird sie die dritthäufigste Todesursache sein. Hochrechnungen gehen davon aus, dass die Zahl der Toten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Tabakmissbrauch stehen, dann auf 10 Millionen pro Jahr ansteigen wird. In Deutschland sind schätzungsweise mehr als 12 Prozent aller Erwachsenen von der COPD betroffen. Über die Gefährlichkeit des Rauchens besteht also keinerlei Zweifel. Dennoch erhöhte sich der Zigarettenverbrauch in Deutschland allein in den letzten fünf Jahren um acht Prozent. Pro Tag gehen 386 Millionen Zigaretten in Rauch auf. Schätzungsweise 20 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich für Tabakwaren aus. Viele von ihnen unterstützen damit nicht nur den Bundesfinanzminister, dem die Tabaksteuer pro Tag 28 Millionen Euro in die Kassen spült. Sie finanzieren damit vor allem ihren eigenen Tod.
* Das Wort Obstruktion hat seinen Ursprung im lateinischen "obstructio" und bedeutet soviel wie "Verlegung" oder "Verstopfung". Es weist darauf hin, dass die entzündete und geschwollene Bronchialschleimhaut bei COPD-Patienten zu einer dauerhaften Einschränkung des Lufttransports führt.
** Das FEV1 gibt die Luftmenge an, die beim Ausatmen innerhalb der ersten Sekunde maximal ausgestoßen werden kann. Unterschreitet sie einen bestimmten Wert, ist dies ein deutliches Zeichen für eine Atemwegseinengung.
Der Rauchverzicht
Jährlich werden etwa 15 Todesfälle durch Hai-Angriffe registriert. Die Furcht vor Haien ist dementsprechend hoch. Das Rauchen ist für mehr als drei Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Umgerechnet sind das 8.000 Tote an einem einzigen Tag. Doch diese weitaus größere Gefahr wird noch immer unterschätzt: Während kein Mensch freiwillig in der Nähe von Haien baden würde, geben die Deutschen heute freiwillig 17 Prozent mehr Geld für Zigaretten aus, als noch vor fünf Jahren. Dabei ist der Rauchverzicht das wirkungsvollste Mittel gegen die Entstehung einer COPD und deren tödliche Konsequenzen. Mit dem Rauchen aufzuhören ist kein leichtes, aber ein lohnenswertes Ziel. Den "Aufhörwilligen" unter unseren Lesern sei verraten, dass es im Grunde genommen "nur" drei Schritte sind, die konsequent gegangen werden müssen: Festigen Sie Ihren Entschluss, nicht mehr zu rauchen, nehmen Sie ärztliche Hilfe für den Rauchstopp in Anspruch und widerstehen Sie in Zukunft der "Versuchung Zigarette". Das ist leichter gesagt als getan. In früheren Zeiten "half" die Gesellschaft dabei auf ihre Weise: Im 17. Jahrhundert drohte Rauchern in der Türkei die Todesstrafe. In Russland schlitzte man dem Delinquenten bei Übertretung der Rauchergesetze die Nase auf. Heute sind die Maßnahmen zur Bekämpfung des Rauchens bei weitem diffiziler: Nicht Verbote, sondern eine umfassende Aufklärung soll helfen, von der Zigarette loszukommen. Dem "Noch-Raucher" sei in diesem Sinne empfohlen, zunächst seine persönlichen Argumente gegen das Rauchen auf einen Zettel zu schreiben. Das muss nicht unbedingt der Kampf gegen eine drohende COPD sein. Auch triviale Argumente, wie "die Wohnung riecht nicht mehr nach abgestandenem Rauch", "das Essen schmeckt besser", "die Haut wird schöner" oder "der gelbe Zahnbelag verschwindet", können motivieren. Deponieren Sie Kopien dieses Zettels an solchen Plätzen, an denen vorher Ihre Zigaretten lagen. Suchen Sie Alternativen zum Rauchen. Besorgen Sie sich etwas, das Sie in den Händen halten können, wie Brille, Kugelschreiber oder Handschmeichler. Kauen Sie Kaugummis oder lutschen Sie Bonbons. Vernichten Sie alle Rauchutensilien. Erzählen Sie möglichst vielen Freunden von Ihrem Entschluss. Meiden Sie die Orte, die sie zum Rauchen ermutigen könnten. Belohnen Sie sich vor allem für jeden rauchfreien Tag! Auf eine "sehr materielle" langfristige Belohnung können Sie sich bereits vom ersten zigarettenfreien Tag an freuen: Das eingesparte Geld für nicht gekaufte Zigaretten summiert sich in den nächsten zwanzig Jahren auf den Wert eines Autos der oberen Mittelklasse. Aber nicht alle positiven Folgen des Rauchstopps lassen so lange auf sich warten. Schon nach drei Monaten wird der sonst "gesunde Raucher" von seiner Lunge für sein Durchhaltevermögen überreichlich belohnt: Die Luftmenge, die mit einem Zug eingeatmet werden kann, erhöht sich um fast ein Drittel!James VI., König von England (1566-1625) über das Rauchen:
"Ein Brauch, abscheulich für das Auge, unangenehm für die Nase, schädlich für das Hirn, gefährlich für die Lungen, und in seinen schwarzen stinkenden Ausdünstungen am ehesten dem schrecklichen höllischen Rauch der Grube ohne Boden ähnlich."
Medikamente gegen die COPD
Die COPD ist eine schleichende Krankheit. Beim Raucher machen sich die Hauptbeschwerden "Atemnot", "Husten" und "Auswurf" oft erst nach Jahrzehnten bemerkbar. Hat sich die COPD jedoch erst einmal entwickelt, sind irreversible Schäden des Bronchialsystems in den meisten Fällen unausweichlich. Dennoch kann dem Betroffenen heutzutage mit modernen und hochwirksamen Medikamenten geholfen werden. Es liegt dabei klar auf der Hand, dass die Bekämpfung der Luftnot und die Behandlung der Entzündung gleichermaßen wichtig sind. In den vergangenen Jahren wurden sehr wirksame brochienerweiternde Mittel entwickelt. Solche "Bronchodilatatoren" vermögen der Luftnot schnell und lang anhaltend Einhalt zu gebieten, indem sie die Atemwege weit stellen. Die inhalierbare Substanz Formoterol ist ein Beispiel für eine solche moderne Substanz. Sie gehört zur Gruppe der so genannten Beta-2-Sympathomimetika. Auf welche Weise Formoterol die Erweiterung der Bronchien bewirkt, können Sie in der Märzausgabe unseres Online-Journals www.lunge-spezial.de nachlesen.Zu den stärksten bekannten Entzündungshemmern zählt man die so genannten Glukokortikoide, wie zum Beispiel den Wirkstoff Budesonid. Einige Glukokortikoide werden zwar auch von unserem Organismus selbst hergestellt und gegen Entzündungen – gewissermaßen zur Selbstbehandlung – eingesetzt, für die Bekämpfung so schwerer Krankheiten wie der COPD sind diese körpereigenen Stoffe in ihrer Wirkung jedoch nicht ausreichend. Die zusätzlich verordneten entzündungshemmenden Medikamente gegen die COPD-Beschwerden werden fast immer über ein Inhalationssytem zugeführt. Lesen Sie dazu auch unsere Rubrik "Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung".
Gemeinsam geht es besser
Bei der Erforschung moderner Wirkstoffe zur Behandlung der COPD ist immer wieder aufgefallen, dass die gleichzeitige Gabe von entzündungshemmenden Substanzen und bronchienerweiternden Mitteln besser hilft, als die Inhalation nur eines der beiden Medikamente allein. Beide Arzneimittel wirken zwar über völlig verschiedene biochemische Mechanismen, ergänzen sich jedoch in ihrer heilenden Wirkung auf die COPD in hohem Maße. Es hat sich zudem herausgestellt, dass sich die Wirkungen von Glukokortikoiden und Beta-2-Sympathomimetika wechselseitig verstärken können. Über die Grundlagen dieser vorteilhaften Wechselwirkungen werden wir in unserer Mai-Ausgabe berichten. Wegen der nachgewiesenen synergistischen*** Wirkungen haben die Ärzte ihren COPD-Patienten häufig zwei verschiedene Inhalatoren verordnet: Das Glukokortikoid und einen Bronchodilatator. Leider ist der enorme Therapievorteil der kombinierten Behandlung bisher mit einem entscheidenden Nachteil erkauft worden: Der Betroffene musste stets zwei Inhalatoren benutzen.Seit Mitte März 2003 steht den COPD-Patienten in Deutschland nun das erste Medikament zur Verfügung, das den Entzündungshemmer Budesonid und die bronchienerweiternde Substanz Formoterol in einem enthält. Untersuchungen an hunderten COPD-Patienten haben bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sich die Beschwerden mit diesem Kombinations-Medikament deutlich verbesserten.
Obwohl dieses Arzneimittel erst seit wenigen Tagen zur Behandlung der COPD verordnet wird, kann es doch schon jahrelange positive Erfahrungen für sich verbuchen. Die Kombination wird bereits weltweit mit großem Erfolg bei der Behandlung des Asthmas eingesetzt.
Wie man der COPD am besten "Herr wird":
"Bekämpfung von Luftnot und Entzündung"*** griech. Synergismus: gegenseitiges Zusammenwirken im Sinne einer beiderseitigen Förderung mit der Folge einer gesteigerten Wirkung.
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