Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Die COPD ist eine häufige Erkrankung. Weltweit leiden etwa 600 Millionen Menschen darunter. In Deutschland gibt es wahrscheinlich zwischen fünf und acht Millionen Betroffene. Die COPD darf keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden.

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Allgemeines zur COPD

BlumeLunge des Menschen

Obwohl der Begriff COPD - Chronic Obstructive Pulmonary Disease (engl. für "chronisch obstruktive Lungenerkrankung") vielen Menschen unbekannt ist, tritt diese Krankheit weit häufiger auf als das wohlbekannte Asthma. Leider kann man die COPD zurzeit noch nicht heilen. Hat die chronische Erkrankung erst einmal Fuß gefasst, wird man sie nicht mehr los, weil sie mit irreversiblen Veränderungen in der Lunge einhergeht. Dennoch muss COPD heutzutage kein Schicksal mehr sein. Dem Patienten stehen inzwischen zahlreiche hochwirksame Medikamente zur Verfügung, die die Atembeschwerden lindern und die mit der Erkrankung einhergehenden entzündlichen Prozesse wirksam bekämpfen.

Keine Ersatzteile für die Lunge

Jeder Mensch kann auswählen, was er isst und trinkt und hat die Chance, sich gesund zu ernähren. Beim Atmen gilt diese Freizügigkeit nur eingeschränkt. Man muss die Luft einatmen, die eben da ist. Obwohl nahezu alle Autos inzwischen mit Katalysatoren ausgerüstet sind, hat sich die Schadstoffbelastung der Atmosphäre mit den Jahren nur wenig verbessert. In den Großstädten sind LKW´s nach wie vor für die Hälfte der Stickstoffemissionen und drei Viertel der Rußbelastung verantwortlich. Die Lunge hat aufgrund ihrer zahllosen kleinen Lungenbläschen eine Kontaktfläche in der Größenordnung eines Fußballfeldes. Sie reagiert daher besonders empfindlich auf Luftverschmutzungen. Im schlimmsten Fall können Schadstoffe die Lungenbläschen zerstören. Dadurch geht nicht nur "Atemfläche" verloren, und es kommt zum Sauerstoffmangel im Körper, sondern es entstehen auch größere schlaffe Lungenblasen. Das Lungengewebe wird gewissermaßen zerstört. Der Arzt spricht hier vom Lungenemphysem. Neun von zehn Rauchern, die täglich mehr als eine Schachtel Zigaretten rauchen, haben ein solches Lungenemphysem. Es ist nicht mehr reparabel. Anders als beispielsweise für ein Kniegelenk, gibt es keine Ersatzteile für eine zerstörte Lunge:

Es gibt keine Ersatzteile für eine zerstörte Lunge


Rauchen kann tödlich sein

Fast jeder litt schon einmal an einer Erkältung. Nicht selten ging sie mit Husten und einer Entzündung der Bronchien einher. Der Arzt hat dann meist eine "akute Bronchitis" diagnostiziert. In der Regel verschwindet sie nach der Einnahme von Medikamenten schon nach wenigen Tagen wieder. Wenn jemand jedoch innerhalb von zwei Jahren mehr als drei Monate lang an Husten und schleimigem Auswurf leidet, hat er aller Wahrscheinlichkeit nach eine so genannte chronische Bronchitis. Sie dauert oft ein Leben lang. In 90 Prozent aller Fälle ist das Zigarettenrauchen die Ursache für eine solche "Chronische Bronchitis". Raucher reizen ihre Atemwege ständig. Die giftigen Inhaltsstoffe der Zigarette führen mit den Jahren zum Absterben der winzigen Flimmerhärchen, die unsere Bronchien auskleiden und eine lebenswichtige Funktion erfüllen. Durch rhythmische Bewegungen transportieren sie eingeatmete Staubpartikel und andere Fremdkörper wieder aus der Lunge (gesunde Lunge = linkes unteres Bild) heraus. Die Zigarette beraubt uns dieser wichtigen Funktion. Als Folge bleiben Schadstoffe, aber auch Krankheitserreger im Körper. Wer schon einmal eine Raucherlunge (rechtes unteres Bild) gesehen hat, vergisst diesen Anblick so schnell nicht wieder. Die Lunge verschleimt und die Bronchien werden enger. Weil dadurch auch weniger Sauerstoff in den Blutkreislauf befördert wird, schwindet die Leistungsfähigkeit. Zudem wächst der "Widerstand" in den Lungen. Das Herz muss kräftiger arbeiten, um den Lungenkreislauf ordentlich mit Blut zu versorgen. Es ist dadurch schnell überlastet. Die Betroffenen haben oft "Wasser in den Beinen", weil die Pumpleistung überstrapaziert wurde. Wird nicht rechtzeitig mit dem Rauchen aufgehört, kann es zum erwähnten Lungenemphysem kommen. Eine COPD hat sich entwickelt. Sie ist schon heute die weltweit sechsthäufigste Todesursache. Raucher leben also nicht nur ungesund, sie sterben auch früher.

Eine einfache Gleichung

Rauchen schädigt die Lunge nachweislich


Unterschiedliche Schweregrade

Die COPD führt häufiger zu Frühberentung und Arbeitsunfähigkeit als zum Beispiel Lungenkrebs. An der COPD sterben mehr Menschen als an Verkehrsunfällen. Der Arzt weiß um die Gefährlichkeit dieser Erkrankung. Er unterscheidet deshalb vier unterschiedliche Schweregrade und spricht bereits warnend von einer "COPD Stufe 0", wenn der Betroffene zwar schon Raucherhusten hat, die Lungenfunktion und die körperliche Leistungsfähigkeit aber überhaupt noch nicht beeinträchtigt sind. Der Raucher fühlt sich zu diesem Zeitpunkt subjektiv meist noch völlig gesund! Dennoch wird der Arzt hier oft schon eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems feststellen, die unter Umständen sofort behandelt werden muss.

Bei Stufe 1 sind bereits deutliche Einschränkungen der Lungenfunktion messbar, die jedoch erst während stärkerer körperlicher Belastungen auffallen. Der Arzt kann diese Einschränkungen jedoch sehr gut an der so genannten Einsekundenkapazität FEV1 feststellen. Der FEV1-Wert gibt die Luftmenge an, die beim Ausatmen innerhalb der ersten Sekunde maximal ausgestoßen werden kann. Die Abkürzung ist dem englischen Forced Exspiratory Volume entlehnt. Unterschreitet sie einen bestimmten Wert, ist das ein deutliches Zeichen für eine Atemwegsverengung. Bei gesunden Personen beträgt die Einsekundenkapazität etwa ¾ des maximal ein- bzw. ausatembaren Luftvolumens, der so genannten "Vitalkapazität". Ein Gesunder, der zum Beispiel eine Vitalkapazität von 4 Litern hat, sollte in der ersten Sekunde etwa 3 Liter ausatmen können. Jede nennenswerte Verengung der Atemwege führt zu einer Abnahme des FEV1 und ist ein Zeichen für das Vorliegen einer COPD.

COPD-Patienten mit einem Schweregrad der Stufe 2 haben aufgrund der zunehmend eingeengten Bronchien und vieler zerstörter Lungenbläschen eine so stark eingeschränkte Lungenfunktion, dass ihnen das Atmen schon schwer fällt, wenn sie beispielsweise auch nur ein paar Treppen steigen müssen.

Auf der Stufe 3 tritt bereits bei der kleinsten Belastung Atemnot auf. Manchmal selbst dann, wenn sich der Betreffende in Ruhe befindet. Der Organismus leidet häufig an Sauerstoffmangel.

Auch wenn wir bereits wissen, dass die COPD im eigentlichen Sinne nicht heilbar ist, so gibt es doch für jeden Krankheitsschweregrad eine genau erforschte und wirksame Behandlung. Diese Schweregrad-abhängige Therapie ist in gewissem Sinne mit einer "Maßanfertigung" für den Patienten zu vergleichen. Man nennt sie "Stufentherapie der COPD". Je nachdem, welchem COPD-Schweregrad der Betroffene zugeordnet wird, erhält er eine speziell abgestimmte medikamentöse Behandlung. Natürlich haben auch die besten Medikamente keine Chance gegen die Zigaretten. Deshalb ist ein sofortiger Rauchstopp immer die allerwichtigste Maßnahme!

Gemeinsam gegen Atemwegsverengung und Entzündung

Ohne Frage wird der Arzt eine Therapie für den COPD-Patienten wählen, die auf die beiden Hauptmerkmale der COPD abzielt: Die Bekämpfung der Luftnot und die Behandlung der entzündeten Bronchien. Für beide Symptome wurde in den vergangenen Jahren eine Vielzahl wirksamer Medikamente entwickelt. So genannte "Bronchodilatatoren" vermögen der Luftnot schnell und lang anhaltend Einhalt zu gebieten, indem sie die Atemwege weit stellen. Die inhalierbare Substanz Formoterol ist ein Beispiel für eine solche moderne Substanz. Sie gehört zur Gruppe der so genannten Beta-2-Sympathomimetika. Wie es durch die Wirkung von Formoterol zur Bronchienerweiterung kommt, können Sie in der Aprilausgabe unseres Online-Journals nachlesen. In der Mai-Ausgabe hatten wir unseren Lesern das Wirkprinzip der Glukokortikoide vorgestellt. Sie gehören zu den stärksten Entzündungshemmern, die wir kennen. Der Wirkstoff Budesonid ist ein Beispiel für derartige stark wirksame Entzündungshemmer. Zweifellos ist es sinnvoll, den Bronchienerweiterer und den Entzündungshemmer gleichzeitig – möglichst als Kombinationsmedikament aus einem Inhalator zu inhalieren. Das hat zum einen den Vorteil, dass der COPD-Kranke keines dieser wichtigen Medikamente vergessen kann und immer in der richtigen Dosis inhaliert. Zum anderen hat man festgestellt, dass sich die heilende Wirkung von Glukokortikoiden und Beta-2-Sympathomimetika wechselseitig verstärken können.

Volumina


FAQ: Was misst die Spirometrie?

Antwort: Durch dieses schmerzlose Verfahren bestimmt der Arzt das Luftvolumen, das die Lungen ausstoßen können. Außerdem wird bei der Spirometrie auch der Widerstand gemessen, den die Bronchien der ausströmenden Luft entgegensetzen. Weitere unterschiedliche Volumina, die zur Beurteilung der Lungenfunktion herangezogen werden können, sind:


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