Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Sauerstoff kommt vor allem in der Luft und im Wasser vor. Vermutlich ist Ihnen in Erinnerung, dass ein Liter Luft etwas weniger als ein viertel Liter Sauerstoff enthält (genauer 20,931 Prozent). Berechnen wir den Gewichtsanteil, so finden wir auf ein Kilogramm Luft etwa 23 Prozent Sauerstoff. Fast 77 Prozent der Luft besteht hingegen aus Stickstoff. Dennoch gewinnen Sie jede Wette, wenn Sie behaupten, Sauerstoff sei das häufigste Element.

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Asthma Aspekte

Sauerstoff gegen Atembeschwerden

ForscherJoseph Priestley (1733-1804)
Carl Wilhelm Scheele (1742-1786)


Das Jahr 1774 gilt als ein besonderer Meilenstein in der Geschichte der Chemie. Der britische Naturforscher Joseph Priestley (1733-1804) und der schwedische Chemiker Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) entdeckten zu dieser Zeit unabhängig voneinander das Element Sauerstoff. Ersterer nannte den neu entdeckten Stoff "dephlogistierte Luft", letzterer sprach gar von "Feuerluft". Den heutigen modernen Namen "Sauerstoff" verdanken wir dem Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier (1743-1794). Sauerstoff kommt vor allem in der Luft und im Wasser vor. Vermutlich ist Ihnen in Erinnerung, dass ein Liter Luft etwas weniger als ein viertel Liter Sauerstoff enthält (genauer 20,931 Prozent). Berechnen wir den Gewichtsanteil, so finden wir auf ein Kilogramm Luft etwa 23 Prozent Sauerstoff. Fast 77 Prozent der Luft besteht hingegen aus Stickstoff. Dennoch gewinnen Sie jede Wette, wenn Sie behaupten, Sauerstoff sei das häufigste Element. Allein am Wasser hat er einen (natürlich chemisch gebundenen) Anteil von 89 Gewichtsprozent. Der uns zugängliche Teil der festen Erdrinde enthält ca. 47 Prozent Sauerstoff (gebunden als Oxid in Sand und Steinen). Der gesamte Sauerstoffgehalt der Erdkruste einschließlich aller Weltmeere und der Atmosphäre beträgt daher etwas mehr als 50 Prozent! Mit einem Gehalt von rund 60 Prozent Sauerstoff (ebenfalls in gebundener Form) ist der menschliche Körper sogar noch etwas "sauerstoffreicher", als seine Umgebung!

Bereits wenige Jahre nach seiner Entdeckung versuchte man den lebenswichtigen Sauerstoff therapeutisch zu nutzen. Priestley hatte bereits geschildert, dass man nach Einatmen dieses Gases "besser Luft" bekam. Die damalige Ärzteschaft war von dem neuen Heilmittel geradezu begeistert. Sogar gegen die Pest wurde das Gas eingesetzt. Es erschien nahe liegend, auch Asthmakranke mit Sauerstoff zu behandeln. Ein entsprechender Versuch erfolgte bereits im Jahre 1779 durch den in Wien tätigen Arzt Jan Ingen-Housz (1730-1799). Damals wusste man noch nicht, dass der "Lufthunger" beim Asthma nicht durch eine mangelnde Einatmung von Sauerstoff, sondern durch die behinderte Ausatmung des Kohlendioxids zustande kommt. Asthmatiker benötigen daher weniger eine Sauerstofftherapie, sondern vielmehr ein wirksames Mittel zur Bronchienerweiterung. Die Sauerstofftherapie beim Asthma entwickelte sich trotzdem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer regelrechten Mode.

Anders als beim Asthma, hat die Sauerstofftherapie bei der COPD jedoch eine gewisse Berechtigung. Hier kann es ja durch die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem tatsächlich zu einem Sauerstoffmangel im Blut kommen. Der Arzt spricht dann von einer "arteriellen Hypoxämie". Eine Langzeittherapie mit Sauerstoff kann daher zu einer Besserung der Beschwerden führen und die körperliche Belastbarkeit des COPD-Patienten wieder erhöhen. Dazu wird in der Regel niedrig dosierter Sauerstoff mit einigen Zusätzen über eine Maske oder eine Nasenbrille eingeatmet. Die Anwendungsdauer kann dabei bis zu 16 Stunden am Tag betragen. Unsere Leser seien aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Behandlung stets unter ärztlicher Kontrolle erfolgen muss. Die Einatmung reinen Sauerstoffs kann zu schweren Nebenwirkungen bis hin zum Tod führen. Das wissen auch Taucher, die für ihre Druckluftflaschen immer ganz spezielle Gasmischungen verwenden und sehr strenge Regeln bei deren Gebrauch einhalten.


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