Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen


Anwendungsbeispiel für einen Pulverinhalator



1. Kappe abschrauben


2. Dosiermechanismus betätigen
3. Ohne Gerät tief ausatmen danach ...


4. ... Kräftig durch das Gerät einatmen


5. Kappe wieder aufschrauben

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Asthma Aspekte

Asthma - Moderne Pulverinalatoren für COPD Patieten

Sowohl Asthmatiker als auch COPD-Patienten müssen regelmäßig Medikamente inhalieren. Lange Zeit galten Treibgas-Aerosole als das "Non plus ultra" bei der Inhalationsbehandlung. Mit ihrer Hilfe sollte der Wirkstoff buchstäblich in die Lunge gesprüht werden. Das hatte jedoch viele schwerwiegende Nachteile. Die Wirkstoffteilchen werden mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h in den Rachen geschleudert. Der Betroffene verschließt deshalb reflektorisch den Kehlkopf, wenn ein Sprühstoß an die Rachenwand trifft. Dadurch wird das Medikament statt in der Lunge seine Wirkung zu entfalten, lediglich im Mund abgelagert und kann hier sogar eine Pilzbesiedlung begünstigen. Zudem entsteht beim Sprühen aufgrund der Ausdehnung des Gases ein lokaler Abkühlungseffekt, der zum Husten reizt.

Funktion eines Inhalators


Dosieraerosol (links)
Pulverinhalator (rechts)

(das kleine kreisrunde Bild zeigt jeweils den verschlossenen bzw. offenen Kehlkopf)

Ein sehr viel globaleres Ereignis hat aber noch viel stärker dazu beigetragen, dass derartige Treibgase heute kaum noch zu finden sind: 1978 wurde erstmals eine starke Abnahme der stratosphärischen Ozonschicht über der Antarktis festgestellt. Ozon bildet gewissermaßen den Schutzschild vor der tödlichen Strahlung der Sonne und des Weltraums für alle Lebewesen auf der Erde. Als eine der Hauptursachen für das entstandene "Ozonloch" wurden schnell die Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) identifiziert. Man findet sie zum Beispiel in großen Kühlanlagen aber eben auch in den alten Dosiersprays. Seit dem 1. Januar 2001 ist die Anwendung von FCKW bei den meisten "Asthmasprays" verboten. Viele Firmen wie z.B. der Pharmaspezialist AstraZeneca haben deshalb frühzeitig nach alternativen umweltfreundlichen Inhalationsgeräten gesucht, die ohne FCKW funktionieren. Moderne Inhalationssysteme, die so genannten Pulverinhalatoren, enthalten heute keinerlei Treibgase mehr. Das hat nicht nur für die Umwelt viele Vorteile. Der Wirkstoff wird aus Pulverinhalatoren ganz normal eingeatmet - so als ob man kräftig Luft holt. Es tritt dabei weder ein Kältereiz auf, noch kann der Kehlkopf unbewusst verschlossen werden. Der selbst erzeugte Luftstrom wird samt Medikament beim Einatmen ganz natürlich in die Lunge geleitet. Die mikroskopisch kleinen Pulverpartikel werden in der Regel überhaupt nicht mehr wahrgenommen (das ist im Übrigen der einzige Grund dafür, dass manche Pulverinhalatoren zur "geschmacklichen Inhalationskontrolle" zusätzlich Milchzucker enthalten). Die meisten Inhalationssysteme haben heutzutage eine Dosieranzeige, sodass eine versehentliche Doppelanwendung ausgeschlossen ist. Die Anwendung solch moderner Pulverinhalatoren ist denkbar einfach:

Wenn Sie gern ´mal einen Blick in das Innere eines solchen Pulverinhaltors werfen möchten und zugleich den Weg der Luft durch das Gerät mitverfolgen wollen, klicken Sie doch einfach auf den folgenden Button, der einen kleinen Film startet.

Funktion des Turbohalers
Videosequenz des Turbohalers als RealPlayer-Version. Sofern Sie die aktuelle Version des RealOne Players installiert haben, müssen Sie nichts downloaden, da der Film auf unserem Server läuft.

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