Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Im Laufe der Zeit perfektionierte er seine Präpariertechnik so weit, dass der russische Zar Peter I. einer literarischen Überlieferung zu folge den Wunsch verspürte, die lebensecht wirkenden Leichen zu küssen.

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Präpariertechnik - Die Kunst Organe zu präparieren

nach Ruysch´s Technik konservierte Lunge     Kontrovers und oft rigoros wird sie geführt, die Diskussion um die Ausstellung "Körperwelten" des inzwischen weltbekannten Plastinators von Hagen. Zugegeben, anatomisches Wissen ist keine Sache, die wie Kosmetika vermarktet werden sollte. Dennoch: Ohne das "Zur-Schau-Stellen" des Körperinneren hätten viele Menschen keinerlei Vorstellungen darüber, ob zum Beispiel die Milz rechts oder links im "Bauch" zu finden ist. Dass die Fortschritte der Medizin ohne die während vieler Jahrhunderte oft heimlich durchgeführten Sektionen Verstorbener undenkbar wären, versteht sich von selbst. Obwohl es meist nicht das Verdienst einzelner ist, den menschlichen Körper ergründet zu haben, lassen sich doch immer auch herausragende Wegbereiter benennen, die das medizinische Wissen ihrer Zeit in besonderer Weise bereichert hatten. Zu ihnen muss auch der holländische Anatom Frederik Ruysch (1638-1731) gezählt werden.

In seinem zehnbändigen "Thesaurus anatomicus" beschreibt der aus einer angesehenen Den Haager Familie stammende Arzt in niederländischer und lateinischer Sprache eine seinerzeit einmalige Sammlung anatomischer Präparate. Ursprünglich als Apotheker ausgebildet, studierte der sowohl naturwissenschaftlich als auch künstlerisch begabte Ruysch Medizin und wurde im Jahre 1666 Prälektor für Anatomie der Chirurgen-Gilde in Amsterdam. Er unterrichtete seine Fachkollegen nicht nur, sondern führte in den Wintermonaten auch öffentliche Sektionen durch. Später übernahm er sogar das Amt des Gerichtsmediziners. Die führenden Akademien Europas wählten ihn jedoch vor allem wegen seiner außerordentlichen anatomischen Studien zum Mitglied. Ruysch´s anatomische Sammlung war derart umfangreich, dass er sie in gleich mehreren Mietshäusern Amsterdams unterbringen musste. Seine Präparierkunst war unübertroffen. Er hatte eine spezielle Technik entwickelt, mit der er bestimmte Flüssigkeiten in die Blutgefäße der menschlichen Leichen einbrachte, um sie zu konservieren. Wahrscheinlich benutzte er dazu eine Mischung aus Talk, weißem Wachs und Zinnober (eine Quecksilberverbindung). Die entnommenen Organe machte er mit Alkohol, dem schwarzer Pfeffer zugesetzt war, haltbar. Dem akribisch arbeitenden Gelehrten gelang es auf dieser Grundlage, selbst die feinsten Verzweigungen der Blutgefäße in den Nieren, der Leber, dem Herz und sogar in den Lungen sichtbar zu machen. Ruysch entdeckte bei seiner Forschungstätigkeit auch die Bronchialarterien.

Im Laufe der Zeit perfektionierte er seine Präpariertechnik so weit, dass der russische Zar Peter I. einer literarischen Überlieferung zu folge den Wunsch verspürte, die lebensecht wirkenden Leichen zu küssen. Verbrieft ist, dass der Regent im Jahre 1717 von Frederik Ruysch mehr als 900 anatomische Präparate kaufte…


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