Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen

Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Asthmatiker sind also im Frühjahr besonders gefährdet. Was bei einem akuten Asthmaanfall zu tun ist, wissen sie in der Regel durch das Gespräch mit dem behandelten Arzt. In unserer Rubrik "Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung" finden Sie dazu aber nochmals einige Hinweise. Auch für unsere Leser, die selbst nicht am Asthma leiden, ist es wichtig zu wissen, wie man in einem solchen Fall Hilfe gewährt und richtig reagiert.

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Asthma Aspekte

Der Asthma - Kontrollplan

Ein Großteil der Asthmatiker leidet an leichtem bis mittelgradigem Asthma. Wie wir bereits wissen, sind dabei jedoch erhebliche Schwankungen möglich. Nahezu symptomfreie Phasen können sich mit starken Beschwerden bis hin zu schwersten Atemnotanfällen abwechseln. Ein Blick auf das Peak-Flow-Protokoll bestätigt das:

Peak-Flow-Protokoll


In unserem Beispiel hatte der Betreffende in den ersten Tagen und in der letzten Woche des protokollierten Monats einen PEF, der zwischen 100 und 80 Prozent seines persönlichen Bestwertes lag. Da dies dem "grünen" Bereich in unserem Ampelschema entsprach, hatten wir den Kurvenabschnitt auch entsprechend farbig hinterlegt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Asthmatiker in diesem Zeitraum nur geringe Asthmabeschwerden – entsprechend etwa dem Asthmaschweregrad 1 – hatte. Während dieser Zeit wurde sicherlich kein Notfallspray benötigt und man hätte vielleicht sogar auf die "üblichen" Inhalationsmedikamente verzichten können. In der Zeit vom 5. bis zum 11. September sah das jedoch plötzlich ganz anders aus: Mit einem Peak-Flow unter 50 Prozent seines so genannten "best PEF" hatte der Betroffene erhebliche Probleme. Die Ampel stand gewissermaßen auf "rot". Möglicherweise hatte der Arzt, der auch die absoluten Soll-Werte des PEF leicht ermitteln kann und zur Bewertung der Lungenfunktion zudem noch andere Lungenfunktionsparameter wie zum Beispiel das FEV1 (vergleiche unsere Märzausgabe) heranzieht, während dieses kritischen Zeitraums den Schweregrad 3 oder sogar 4 diagnostiziert. Eine entsprechende Änderung der medikamentösen Behandlung war in dieser Situation auf jeden Fall erforderlich. Früher bedeutete das für den Asthmapatienten eine Erhöhung der Dosierungen sowohl des Glukokortikoids als auch des Bronchodilatators bzw. die Einnahme zusätzlicher Medikamente. Er musste sich schnell ein neues Inhalationsschema merken – getrennt nach Glukokortikoid und Bronchodilatator. Besserten sich die Symptome dann, war eine erneute Umstellung erforderlich.

Ein besonders wichtiger Fortschritt in der Asthmabehandlung war daher die Einführung des so genannten "Asthmakontrollplans". Nach Absprache mit dem Arzt ermöglicht dieser Plan eine individuelle und flexible Behandlung mit einem bestimmten verordneten Inhalator, der sowohl das Glukokortikoid Budesonid als auch den Bronchodilatator Formoterol enthält. Verschlimmert sich das Asthma, wird einfach öfter inhaliert, im umgekehrten Fall seltener. Der Asthmatiker bekommt dabei stets so viel Wirkstoff wie nötig, gleichzeitig jedoch so wenig wie möglich, ohne eine komplizierte Dosisumstellung verschiedener Inhalatoren vornehmen oder sogar das Medikament wechseln zu müssen. Die Kriterien für eine solche Dosisanpassung werden vor allem anhand des Peak-Flow-Protokolls getroffen, berücksichtigen aber auch die Gesamtsymptomatik, den Bedarf an kurzwirksamem Notfallspray und die Häufigkeit des nächtlichen Erwachens.



Beispiel für einen Asthmakontrollplan
 
 



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