Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch
bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

Fit trotz Asthmaleiden !
Die verschiedenen Asthma - Schweregrade
Trotz der aufgezeigten gravierenden Einschnitte in ihre Lebensqualität geben 77 Prozent aller Asthmatiker an, ihre Krankheit sei "gut kontrolliert" oder "vollständig unter Kontrolle". Erstaunlicherweise wird diese falsche Selbsteinschätzung umso öfter vertreten, je schlechter es den Patienten in Wirklichkeit geht. Offenbar finden sich viele Asthmatiker einfach mit ihrer Krankheit ab und glauben, "das alles muss eben so sein". In der Psychologie wird eine solche resignierende Haltung als "Coping" bezeichnet. Um Ihre Krankheit psychisch besser bewältigen zu können, passen sich die Betroffenen mit ihren eigenen Zielen und Maßstäben an einen sehr niedrigen "Sollwert" an. Glücklicherweise gibt es jedoch verlässliche Kriterien, die eine objektive Bewertung des Asthmaschweregrades erlauben. Sie führen uns zu einer vierstufigen Einteilung der Asthmaschweregrade, die gleichzeitig ein ebenso vierstufiges Behandlungsschema des Asthma bronchiale begründet:| Schweregrad | Beschwerden | am Tag | in der Nacht | PEF in % vom Sollwert |
|---|---|---|---|---|
| 4 | < 60 % | schwer | ständig | häufig |
| 3 | mittelgradig | täglich | > 1mal wöchentlich | 60 – 80 % |
| 2 | leicht | < 1mal täglich | > 2mal monatlich | > 80 % |
| 1 | vorübergehend | < 2mal wöchentlich | < 2mal monatlich | > 80 % |
Die Einteilung in Asthmaschweregrade richtet sich also nach dem Ausmaß und der Häufigkeit der Asthmabeschwerden sowie nach der objektiven Lungenfunktion. Diese Objektivierung vermeidet individuelle Fehleinschätzungen durch den Asthmatiker selbst und schließt die Verfälschung durch das Coping nahezu aus. Wie der PEF zu Hause mit einfachen Mitteln gemessen werden kann, hatten wir in unserer Mai-Ausgabe vorgestellt. Entsprechend den Asthmaschweregraden des Betroffenen wird der Arzt eine ganz bestimmte angepasste Behandlung einleiten. Ab Stufe 2 werden in der Regel inhalative Glukokortikoide als Dauermedikation verschrieben. Bei mittelgradigem Asthma gesellen sich auf jeden Fall lang wirksame Beta-2-Sympathomimetika hinzu. Das schwere Asthma erfordert besonders hohe Dosen dieser "Bronchodilatatoren" und eventuell eine zusätzliche Gabe von Glukokortikoid-Tabletten. Natürlich wird die Notfallmedikation – ein schnell wirksames Beta-2-Sympathomimetikum – Asthmatikern aller Schweregrade verschrieben.
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