Asthma Aspekte - Kompetenzzentrum für Atemwegserkrankungen


Atemwegserkrankung
Die Anzahl der an Asthma erkrankten Menschen nimmt ständig zu.

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Was ist Asthma bronchiale?
Hauptmerkmal sowohl beim allergisch bedingten als auch beim nichtallergisch bedingten Asthma, ist eine Entzündung der Atemwege.

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Asthma Aspekte

Lunge & Atmung

Wie arbeitet die Lunge? Wie funktioniert unsere Atmung? Hier finden Sie interessante Basisinformationen


Wie funktioniert die Atmung ?

Am rhythmischen Heben und Senken des Brustkorbes sieht man, dass der Mensch atmet. Die "Pumpe", die diese Bewegung erzwingt, ist das Zwerchfell, das sich innerhalb des Brustkorbes auf- und abbewegt. Das Zwerchfell ist eine elastische Muskelplatte, die den Brustraum vom Bauchraum trennt. Im entspannten Zustand wölbt es sich weit nach oben in den Brustraum hinein. Es befindet sich dann etwa in einer Höhe von zwei Fingern unter den Brustwarzen. Ziehen sich die Zwerchfellmuskeln zusammen, flacht die Wölbung stark nach unten ab. Der Brustraum ist nun deutlich größer. Die Lungen müssen den Bewegungen von Brustkorb und Zwerchfell folgen: Flacht das Zwerchfell ab, so dehnt sich die Lunge aus und Atemluft wird – gewissermaßen per "Unterdruck" - eingezogen.



Die Bronchien

Bronchien  Durch die kleinsten Bronchien gelangt die eingeatmete Luft schließlich in die Lungenbläschen. Die Lunge enthält etwa 300 bis 400 Millionen dieser winzigen Gebilde, die unter dem Mikroskop wie "Trauben an einem Weinstock" aussehen. Vergegenwärtigen wir uns, dass wir bereits tief im Inneren unseres Körpers angelangt sind, ohne seine "eigentliche Oberfläche" bereits passiert zu haben! Tatsächlich sind die Lungenbläschen noch immer der Außenluft ausgesetzt. Gleichzeitig stehen ihre hauchdünnen Wände, die nur aus einer einzigen Zellschicht bestehen, aber im engen Kontakt mit den feinsten Blutgefäßen unseres Körpers, den Lungenkapillaren. Glücklicherweise können bestimmte Gase – so auch Sauerstoff und Kohlendioxid - diese dünnen Wände relativ problemlos durchqueren, so dass hier ein Gasaustausch möglich ist. Der Sauerstoff wandert von den Lungenbläschen in die Blutgefäße. Dort wird er von den roten Blutkörperchen aufgenommen und steht jeder Zelle des Organismus über die Blutbahn zur Verfügung.



Der Weg der Luft

Obwohl es ziemlich nebensächlich erscheint, wie genau nun die Luft in die Lunge kommt, wollen wir uns doch die Mühe machen, ihren Weg nach zu vollziehen. Wir lernen dabei den Aufbau und die Funktion des Atemsystems in groben Zügen kennen.

Auf dem Weg zum Hals durchquert die Luft die Nase. Hier werden die meisten Staubpartikel herausgefiltert, die Luft wird erwärmt und angefeuchtet. Sie strömt weiter zu den "Polypen" und "Rachenmandeln", die Krankheitserreger, z.B. Bakterien unschädlich machen. Im Rachen selbst nimmt die Luft für einen kurzen Moment den gleichen Weg wie unsere Nahrung. Der Kehlkopf sorgt jedoch als eine Art Falltür dafür, dass die Speisen in die Speiseröhre gelangen, der Luftstrom jedoch in die Luftröhre gelenkt wird. Gelegentlich schließt der Kehlkopfdeckel allerdings nicht ganz korrekt – etwas ist dann in die "falsche Kehle" gekommen und wir müssen husten.



Wie funktioniert die Lunge

Der Sauerstoff gelangt von den Lungenbläschen in die Blutgefäße. Dort wird er von den roten Blutkörperchen aufgenommen und steht jeder Zelle des Organismus über die Blutbahn zur Verfügung.

Das gasförmige „Verbrennungsprodukt“ des Stoffwechsels, das Kohlendioxid, wandert hingegen aus der Blutbahn in die Lungenbläschen und wird von dort mit der Ausatmung abgeatmet. Insgesamt findet also ein Gasaustausch statt.
Am rhythmischen Heben und Senken des Brustkorbes sieht man, dass der Mensch atmet. Die „Pumpe“, die diese Bewegung erzwingt, ist das Zwerchfell, das sich innerhalb des Brustkorbes auf- und abbewegt. Das Zwerchfell ist eine elastische Muskelplatte, die den Brustraum vom Bauchraum trennt. Im entspannten Zustand wölbt es sich weit nach oben in den Brustraum hinein. Es befindet sich dann etwa in einer Höhe von zwei Fingern unter den Brustwarzen. Ziehen sich die Zwerchfellmuskeln zusammen, flacht die Wölbung stark nach unten ab. Der Brustraum ist nun deutlich größer. Die Lungen müssen den Bewegungen von Brustkorb und Zwerchfell folgen: Flacht das Zwerchfell ab, so dehnt sich die Lunge aus und Atemluft wird – gewissermaßen per „Unterdruck“ – eingesogen.



Anatomie der AtemwegeDie Lunge – ein Hochleistungsorgan

Unsere Lungen sind ein wunderbar ausgeklügelter Mechanismus, der sich im Verlaufe vieler Millionen Jahre nahezu perfektioniert hat. Aus der Luft filtern sie den lebensnotwendigen Sauerstoff heraus. Jedes Mal, wenn wir einatmen, strömt Luft durch die Nase oder den Mund vorbei am Kehlkopf über die Luftröhre und deren Verzweigungen - den „Bronchien“ - in die Lunge. Ohne sich dessen bewusst zu sein, atmet der Mensch etwa 10-15 mal in der Minute ein und aus. Täglich strömen so bis zu 12.000 Liter Luft durch unsere Lungen. Der Mensch verfügt über ein sehr komplexes Atmungsorgan. Es wird in die so genannten „oberen Atemwege“, zu denen man Mund, Nase und Rachen zählt, und die „unteren Atemwege“, Luftröhre, Bronchien und Lunge, unterteilt:



Warum wird die Lunge krank

Mehr als irgendein anderes Organ unseres Körpers ist die Lunge den Angriffen vieler Keime ausgesetzt. Lungenentzündungen durch Bakterien oder Viren sind daher nicht selten. Sie zählen weltweit zu den zehn führenden Todesursachen.

Im Verlauf einer Lungenentzündung kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in den Lungenbläschen. Der entzündete Lungenabschnitt „läuft buchstäblich voll Wasser“. Dadurch kann der Gasaustausch empfindlich gestört werden. Der Kranke hat Fieber, Schüttelfrost und Brustschmerzen. Bakterielle Lungenentzündungen können heutzutage aber gut behandelt werden. Auch die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektion. Ihr Erreger ist das Tuberkelbakterium. Lungenentzündungen und Tuberkulose verschwinden mehr und mehr aus unserem Alltagsleben.



Die Lunge – Atmungsapparat und Filter

Pulmo – oder Lunge ist neben dem Herz eines der wichtigen Sauerstoffaufnahmeapparate des menschlichen Organismus.

Die Lunge ist ein in der Brusthöhle liegendes Atmungsorgan, das aus zwei Lungenflügel besteht, wobei jeder für sich als Lunge bezeichnet wird. Sie wird vom inneren Blatt der Pleura, dem Lungenfell, überzogen und grenzt an den Brustkorb, das Zwerchfell und das Mediastinum (Mittelfellraum) mit seinen Organen, z.B. Herz, Luftröhre und Speiseröhre, an (Atmungsorgane =. Sie ragt mit der Lungenspitze (Apex pulmonis) nach oben geringfügig über das Schlüsselbein hinaus. Der dem Zwerchfell aufliegende Lungenteil ist die Lungenbasis, deren Oberfläche auch als Facies diaphragmatica pulmonis bezeichnet wird.



Beeinflusst unsere Atmung die Atmosphäre?

CollageDie Lufthülle der Erde besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff und zu 21 Prozent aus Sauerstoff, gefolgt von 0,9 Prozent Argon und etwa 0,03 Prozent Kohlendioxid sowie Spuren vieler anderer Gase. Dieses Gasgemisch ist das Ergebnis einer mehr als vier Milliarden Jahre währenden Entwicklung. Die Uratmosphäre war ausschließlich vulkanischer Herkunft und bestand wahrscheinlich aus Wasserdampf, Kohlendioxid, Schwefeldioxid und Stickstoff. Nach der Abkühlung der ursprünglich glutheißen Erde kondensierte der Wasserdampf rasch und die ersten Meere entstanden. Ein großer Teil des Kohlendioxids reagierte mit dem noch heißen und nun zusätzlich feuchten Felsgestein, wobei vielfältige Carbonate entstanden. Ein anderer Teil löste sich in den Meeren. Sauerstoff war bis dahin nicht einmal in Spuren vorhanden. Er entstand erst später durch die Photosynthese niedriger Lebensformen aus Wasser und Kohlendioxid.



Die Luft in den Lungenbläschen

Unser Organismus besteht schätzungsweise aus 65 Millionen Zellen. Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, müssen sie alle mit Sauerstoff versorgt werden. Dieser wurde im Jahre 1771 von dem schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele entdeckt und ist zunächst "Feuerluft" genannt worden. Dass es sich dabei um ein Element handelt, welches für die tierische und pflanzliche Atmung von entscheidender Bedeutung ist, erkannte der Franzose Antoine Laurent Lavoisier glücklicherweise noch bevor er am 8. Mai 1794 in den Wirren der französischen Revolution der Guillotine zum Opfer fiel. In einem seiner wohl berühmtesten Experimente zeigte er, dass jegliche Verbrennung im Grunde genommen nichts anderes ist, als ein Prozess, bei dem Substanzen eine Verbindung mit Sauerstoff eingehen. Weil auch die Energiegewinnung in unseren Zellen im Wesentlichen auf einer chemischen Reaktion von Zucker mit Sauerstoff basiert, spricht man hier ebenfalls von einer Verbrennung.



Bronchialkarzinome - der bösartige Lungentumor

Bei einem Bronchialkarzinome handelt es sich um einen von der Schleimhaut der Bronchien ausgehender bösartiger Lungentumor. Bei Patienten im Alter zwischen 55 und 65 Jahren tritt dieser verstärkt auf. Er tritt in verschiedenen Formen auf, abhängig von welchem Zelltyp der Tumor ausgeht. Es wird unterschieden zwischen "kleinzelligen" Bks und "nicht kleinzelligen" Bks.
Bei den Kleinzelligen handelt es sich um die in etwa 25 % der Fälle, am bösartigsten und mit den niedrigsten Lebenserwartungen einhergehenden Bks, da es in 80 % der meisten Fälle schon zu Metastasenbildungen kam. Die Haferkörnerähnliche Gebilde werden als Oat-cell-Karzinome bezeichnet. Ebenfalls bei den Nichtkleinzelligen differenziert man verschiedene Typen Bks.:
Platteneppithelkarzinom (Stachelzellenkrebs), das großzellige Karzionom oder das Adenokarzinom



Was ist eine BRONCHITIS ?

Ursache, Befund und Behandlung des Bronchialkatarrhs

Die Ursache dieser Krankheiten kann verschiedenen Ursprungs sein. Bei der akuten und chronischen Bronchitis handelt es sich um eine Schleimhautentzündung z. B. durch Bakterien, als Folge von Nikotinmissbrauch (Raucherlunge), durch eingeatmete Umweltgifte (schlechte Luftverhältnisse in Industriegebieten und Großstädten). Jede akute Entzündung kann bei sachgerechter Behandlung abklingen, andernfalls aber in eine chronische Entzündung übergehen, die oft nur schwer beeinflussbar ist. Bei lang anhaltenden chronischen Prozessen können sich die Bronchien erweitern, Eitersäckchen entstehen (dauernder Husten mit eitrigem Auswurf ist verdächtig) und so Bronchieaktasen bilden. Auch nach einfachen Infekten, z. B. Grippeerkrankungen mit Beteiligung der Luftwege, kann sich ein solcher Zustand bilden.



Zell-Rezeptoren und ihre Wirkungsweise

ÄrztinRezeptoren steuern Ionenkanäle In der medizinischen Fachsprache trifft man oft auf den Begriff "Rezeptor". Jene Leser, die unser Online-Journal abonniert haben und uns nun schon seit fast einem Jahr begleiten, sind es bereits gewohnt, mit diesem Wort umzugehen. Rezeptoren spielen eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Informationen oder Wirkungen im biochemischen Geschehen des Organismus. Um eine Wirkung hervorzurufen, muss ein Wirkstoff erst an einen Rezeptor binden, der das Signal dann gewissermaßen in eine Aktion umsetzt oder weiterleitet. Vereinfacht kann man sich unter einem Rezeptor dabei so etwas wie ein versinnbildlichtes Schloss vorstellen, das eine schwere Holztür sichert. Der Wirkstoff ist in unserem Modell der zum Schloss passende Schlüssel. Nur er kann das Schloss betätigen. Die sich dadurch öffnende Holztür ist die von uns erwünschte Wirkung.



Lungenkrankheiten - die Epidemiologie

Die großen Lungenkrankheiten
Dem Begriff "Epidemiologie" sind wir bereits im September begegnet. Man versteht darunter die Wissenschaft von der geographischen und zeitlichen Verbreitung einer bestimmten Krankheit innerhalb einer Bevölkerungsgruppe. Aus epidemiologischen Daten können vielerlei wichtige Rückschlüsse gezogen werden. Manchmal ist es sogar möglich, bislang verborgene Zusammenhänge zwischen verschiedenen Krankheiten aufzudecken, den Einfluss der Lebensumstände auf deren Verbreitung zu bewerten und natürlich auch prognostische Voraussagen zu treffen. Letzteres ist vor allem für die finanziellen Kalkulationen im Gesundheitswesen von großer Bedeutung. Betrachtet man die großen Lungenkrankheiten unserer Zeit, so fallen drei durch eine besonders starke Verbreitung auf: Die COPD, das Asthma und der Lungenkrebs*. Der COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease" zu deutsch: "Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung") sind wir in unserem Online-Journal schon oft begegnet.



Erkrankungen der Atemwege

PatientengesprächTatsächlich gehören Erkrankungen der Atemwege zu den häufigsten Leiden der Menschheit. So zählen Lungenentzündungen und die Tuberkulose weltweit zu den zehn führenden Todesursachen.

Lungenentzündung und Tuberkulose – Schrecken der Vergangenheit
Eine Lungenentzündung (Pneumonie) kann durch verschiedene Erreger – meist Bakterien oder Viren – verursacht werden. Im Verlauf einer bakteriellen Infektion kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in den Lungenbläschen. Der entzündete Lungenabschnitt "läuft buchstäblich voll Wasser". Sind größere Bereiche betroffen, kann der Gasaustausch empfindlich gestört werden. Der Kranke hat Fieber, Schüttelfrost und Brustschmerzen. Die so genannte "Legionärskrankheit" ist ein Beispiel für eine solche bakterielle Lungenentzündung. Sie trat erstmals 1976 bei amerikanischen Kriegsveteranen anlässlich eines großen Treffens der "American Legion" in Philadelphia auf. Das krankmachende Bakterium wird in Anlehnung an dieses Ereignis Legionella pneumophila genannt.



Warum müssen wir eigentlich atmen?

Leben heißt arbeiten. Das ist nicht nur eine philosophische Weisheit, sondern gewissermaßen auch ein physikalisches Prinzip. Jeder Schritt, jeder Schwung unserer Arme, jeder noch so kleine Lidschlag ist nichts anderes als geleistete physikalische Arbeit. Wir wissen nur zu gut: Arbeit "verbraucht" Energie. Und diese Energie muss dem Organismus ständig neu hinzugefügt werden. Der menschliche Körper verfügt über zwei große Systeme, die ständig für den nötigen "Energienachschub" sorgen: Einerseits nehmen wir regelmäßig Nährstoffe auf, die auf kompliziertem Wege größtenteils in Traubenzucker verwandelt werden. Bei Bedarf verbrennen unsere Zellen diesen Traubenzucker. Und bei einer Verbrennung wird neben Kohlendioxid bekanntlich viel Energie frei. Diese Energie können unsere Muskeln in Arbeit umsetzen. Nur deshalb können wir uns überhaupt bewegen. Natürlich hat die biochemische Verbrennung nicht viel mit dem zu tun, was man im täglichen Leben unter einer Verbrennung versteht.